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EMK Dobric




Neue Homepage in Dobric

Diese Homepage gibt einen guten Einblick.
Es lohnt sich durchaus einige Minuten auf dieser Homepage zu verbringen. Sprachbarrieren gibt es praktisch nicht. Einerseits ist der grösste Teil der Homepage auch in Deutsch und Englisch gehalten und andererseits findet sich darauf viele Bilder (siehe unter Galerien). Sogar die Predigten können heruntergeladen werden - um damit einen Eindruck der bulgarischen Sprache zu erhalten. Gratulation an die Macher hinter dieser Homepage.
Dieser Link führt Sie direkt nach Dobrich.

Brief aus Dobric Dezember 2011

Brief von Milen Stefanov, Pfarrer unserer Partnergemeinde in Dobric, Bulgarien Mitte Dezember 2011

Liebe Kirche in Schaffhausen,
die letzten Monate waren recht hektisch. Im September und im Oktober war ich in Sofia, wo ich einen Kurs besuchte.
Bevor ich nach Dobric zurückkam, kaufte ich ein Auto mit der Hilfe von Pastor Vladimir von Sofia und dem DV Daniel Topalski. Es kostete 4600 BGN (2300 Euro). Wir suchten einen Citroen (Kombiwagen), aber wir fanden nichts zu einem guten Preis. Stattdessen kauften wir einen Volvo W40 (Kombiwagen), Jahr 2001. Wir sind sehr dankbar für eure Hilfe und Fürsorge. Wir konnten das Auto sofort einsetzen , indem wir die Teenagergruppe nach Schumen ins Tageszentrum brachten. Sie waren dort für zwei Tage eingeladen.


Die Organisation unserer Missionsarbeit in Senocos ist nun einfacher geworden. Letzten Monat hatten wir Lokalwahlen in Bulgarien. Wir nahmen sofort die Gespräche mit dem Gemeindepräsidenten von Senocos wieder auf, da wir in diesem Dorf eine Sonntagschule beginnen möchten und ebenfalls ausserschulische Aktivitäten für die Integration von Roma Kindern planen. Wir sind sehr froh, eine positive Antwort erhalten zu haben, obwohl die meisten älteren Leute im Dorf sich als orthodox betrachten. In den letzten drei Jahren begannen die Leute uns zu vertrauen, wohl weil wir gemässigte und nicht aggressive Christen sind, denen man aber ihr „Anderssein“ anmerkt.
Wir hoffen, dass wir das Gemeindezentrum gratis oder für eine kleine Miete für die Sonntagschule brauchen können. Dieses Zentrum hat eine Bibliothek, der wir während dem zweiten Jahr unserer Missionsarbeit mit Kinderbüchern aushalfen. Die Gemeindezentren in Bulgarien sind ein Ort, wo verschiedene Kurse für Kinder angeboten werden sollten, wie Musikstunden, Tanz- oder Theaterunterricht. Da das Geld aber meistens knapp ist, existieren in diesen Zentren oft nur Bibliotheken.
In unserer Gemeinde gibt es junge Menschen, die ein Herz für die Mission und den Wunsch zu dienen haben. So bleibt nur noch, die ganze Arbeit zu organisieren.
Letzten Monat fand in Varna ein Sonntagschulseminar statt. Fünf Personen haben es erfolgreich abgeschlossen – eine junge Familie, Petya, die Lehrerin im Tageszentrum ist und zwei andere junge Frauen, eine davon eine ehemalige Muslima. Als ersten Schritt feiern wir ein Kinderfest am 11. Dezember 2011. An diesem Anlass werden wir mitteilen, dass ab Anfang 2012 regelmässige Treffen und andere Aktivitäten im Dorf stattfinden werden.
Wir wären glücklich, wenn ihr für unsere Missionsarbeit mit Roma-Kindern in Senokos beten könntet. Unsere Hauptanliegen:
- Erlaubnis, das Gemeindezentrum gratis benutzen zu können
- Die Kinder für Jesus Christus zu gewinnen
- Freiwillige Mitarbeiter
- Material zum Werken und Basteln
- Geld für Benzin



Zu Beginn des neuen Schuljahres wurde für das Tageszentrum eine neue Lehrerin angestellt. Petya arbeitet sehr gewissenhaft mit den Kindern. Sie ist Ingenieurin und eine aktive Sonntagschullehrerin und hat viel Liebe für Kinder. Von den Kindern, die während des Sommers kamen, sind nur noch fünf da. Die Zahl der Kinder stieg jedoch in sehr kurzer Zeit auf achtzehn, da die zufriedenen Eltern das Zentrum an ihre Freunde weiterempfahlen. Im Moment besuchen achtzehn Kinder das Zentrum regelmässig, weitere sechs kommen nur an einzelnen Tagen. Weitere Eltern möchten ihre Kinder gerne anmelden. Da das Budget aber limitiert ist, haben nur fünfundzwanzig Kinder gleichzeitig Platz. Fast alle Kinder sind Roma, aber anders als früher, erwarten die Eltern von uns mehr als nur Mahlzeiten. Sie möchten, dass die Kinder Hilfe bekommen für die Hausaufgaben und auch motiviert werden zum Lernen. Ein Hauptzweck unserer Arbeit ist die Integration und gute Erziehung dieser Kinder. Die meisten von ihnen sind sehr intelligent, aber sie wissen wenig wie man lernt und kennen die Grundlagen von Hygiene und Benehmen nicht. Es gibt viel zu tun, doch wir hoffen bald Resultate zu sehen.

Vor drei Monaten begannen drei christliche Familien mit ihren Kindern unsere Kirche zu besuchen. Vorher waren sie in anderen Kirchen, aber aus verschiedenen Gründen waren sie während Jahren nirgends mehr dabei und haben sich nun entschieden zu uns zu kommen. Sie werden Zeit brauchen, die Methodistenkirche und unsere Tradition zu verstehen, aber in ihren eigenen Worten fühlen sie sich: „wohl, akzeptiert und zu Hause“. Wir freuen uns, denn sie sind junge Leute, die den Wunsch und die Möglichkeit haben zu helfen. Sie sagten, dass sie ihre Kirchen verlassen haben, da sie sich nicht geschätzt fühlten und keine Möglichkeit hatten sich für Gott einzusetzen.

Im Januar und im Februar werde ich wieder an der Universität sein. Das wird meine letzte lange Abwesenheit von Dobric sein und ich hoffe, dass wir euch anschliessend bei uns begrüssen dürfen. Ich bitte euch zu kommen, damit unsere Partnerschaft lebendig bleibt und von Kirchenmitglied zu Kirchenmitglied besteht. Wir danken euch für diese vielen Jahre der geduldigen Unterstützung und dass ihr nicht müde geworden seid.
Wir möchten gerne auch eure Gebetsanliegen hören und möchten euch darin unterstützen.

Wir wünschen euch einen gesegneten Advent! Gnade und Frieden sei mit euch!

Pfarrer Milen Stefanov